Rollstuhl

Elektro-Rollstuhl

Elektrisches Fahren und bei Bedarf mit vielen Zusatzfunktionen ausrüstbar.

Elektro-Rollstuhl
Individuelle Produktinformation

Wofür Elektro-Rollstuhl gedacht ist

Ein besonderer Anspruch für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben geht an die Mobilität. Mit einem Elektrorollstuhl (E-RST) lassen sich auch längere Strecken mühelos überwinden. Wenn die Beine nicht mehr können, kann ein E-Rollstuhl diese Einschränkung abmildern und die mobile Freiheit ein Stück wieder zurückgeben.

Ausstattung der E-Rollstuhls

Die Wahl des passenden Elektrorollstuhls ist gar nicht so einfach und ist von sehr vielen Faktoren abhängig. Der erste und wichtigste Punkt ist die körperliche Verfassung! Ausgehend von diesem Aspekt baut sich das Aufmaß sowie die Anpassung des Rollstuhls immer weiter auf. Davon entscheidet sich die Ausstattung der Elektro-Rollstuhls: es gibt neben der normalen Basisausstattung auch weitreichende Zusatzausstattung, mit welcher körperliche Einschränkungen ausgeglichen werden können. Ein voll ausgestatteter E-RST kann, im Vergleich zur Basisausstattung, leicht mal das fünf- bis zehnfache kosten. Die Krankenkasse wird natürlich nur die wirklich benötigten Funktionen übernehmen.

In der Basisausstattung sind meist die einfachsten aber am häufigst benötigten Funktionen inklusive: Der Antrieb lässt den Rollstuhl bis zu max. 6 Km/h fahren und hat eine Reichweite von ca. 22 Km. Der Rücken ist manuell im Winkel verstellbar und Beleuchtung wie Scheinwerfer, Rücklicht und Blinker sind vorhanden. Zum Sitzen bietet der Elektrorollstuhl ein Standard-Sitzkissen und wegschwenkbare Fußstützen.

Interessante Funktionen als Sonderausstattung gibt es bei fast jedem Hersteller. Einige davon werden allerdings nicht von der Krankenkasse getragen und einige gibt es nur unter besonderen Voraussetzungen.

  • • Elektrische Rückenverstellung
  • • Elektrische Sitzhöhenverstellung
  • • Elektrische Sitzkantelung
  • • Aufstehfunktion
  • • Bluetoothverbindung für Smartphone
  • • 10, 12 und 15 Km/H Geschwindigkeit
  • • Größere Akkus für mehr Reichweite
  • Andere Bereifung

Häusliches Umfeld

Um herauszufinden, welchen Rollstuhl man beantragen kann, muss das Einsatzgebiet geklärt werden ob der E-RST für den Außen- oder Innenbereich genutzt werden soll. Für die Nutzung eines E-RST müssen auch die Gegebenheiten im häuslichen Umfeld passen. Es muss eine Unterstellmöglichkeit (zimmerwarm mit Dach) mit Steckdose vorhanden sein, die Zufahrt zur Unterstellmöglichkeit muss befahrbar sein und es muss geklärt werden, ob noch zusätzliche Rampen benötigt und verbaut werden können. Kann der Elektrorollstuhl in der Unterstellmöglichkeit mit oder ohne Hilfe erreicht werden?

Elektrorollstuhl beantragen

Wenn ein E-Rollstuhl beantragt werden soll, muss ein gültiges Rezept vom Arzt vorliegen. Als nächstes wird das zuständige Sanitätshaus eine häusliche Begutachtung terminlich vereinbaren, wobei auch eine Probefahrt durchgeführt und abschließend ein Testbericht erstellt wird. In diesem Testbericht wird protokolliert, ob der Benutzer zum einen körperlich und geistig in der Lage ist, ein Elektro-Rollstuhl zu führen, dass alle Gegebenheiten im häuslichen Umfeld stimmen und mit welchem Rollstuhl getestet wurde. Auch weiter wird bestimmt, welche Funktionen der Elektrorollstuhl aufweisen muss, damit der E-RST die körperliche Einschränkungen optimal ausgleicht.

Interessante Links

Elektrorollstuhl-Batterie richtig ladenAntrag bei der Krankenkasse

Aus dem Hilfsmittel-Datensatz

Typische Einsatzbezüge

Diese Merkmale sind für Elektro-Rollstuhl in den vorhandenen Produktdaten hinterlegt. Sie dienen der ersten Orientierung und sind keine individuelle Empfehlung.

  • SitzenUnterstützung beim Sitzen
  • AußenbereichFür den Einsatz im Freien
  • VerordnungIm Datensatz als mögliche Versorgung per Verordnung geführt
  • AufpreisIm Datensatz mit möglichem Aufpreis gekennzeichnet
Abwägen statt pauschal entscheiden

Vorteile, Möglichkeiten und Grenzen

Vorteile

  • ✓ Mobilität für den Alltag
  • ✓ Für fast alle Körpergrößen/-gewichte
  • ✓ Auch für Bus und Bahn geeignet
  • ✓ Anerkannte Bewegungshilfe auch in Geschäften
  • ✓ Pflegeleicht

Nachteile

  • ✓ Akkus verlieren über die Jahre an Kapazität
  • ✓ Wartungsintensiv bei falscher Bedienung
Bestehende Datenzuordnung

Situationen, für die dieser Eintrag erfasst wurde

In der früheren Hilfsmitteldatenbank wurde Elektro-Rollstuhl diesen Situationen zugeordnet. Das beschreibt mögliche Anwendungsbezüge, nicht automatisch eine medizinische Eignung.

  • Körperliche Schwäche
  • Längeres Gehen nicht möglich
  • Querschnittslähmung
  • Operation an unteren Gliedmaßen
Nächster sinnvoller Schritt

Versorgung von Elektro-Rollstuhl vorbereiten

01

Bedarf beschreiben

Notieren Sie, wobei das Hilfsmittel helfen soll, wo es eingesetzt wird und welche Schwierigkeiten aktuell bestehen.

02

Maße und Umfeld prüfen

Berücksichtigen Sie Körpermaße, Bewegungsflächen, Türen, Bodenbeläge und die Unterstützung durch andere Personen.

03

Erproben und anpassen

Bedienung, Sicherheit und Passform sollten möglichst praktisch getestet und fachlich angepasst werden.

Hinweis zur Finanzierung: Der Datensatz kennzeichnet das Hilfsmittel als möglicherweise per Verordnung versorgbar. Je nach Ausführung und Vertrag kann ein Aufpreis entstehen. Verbindlich sind ausschließlich die aktuelle ärztliche Begründung, die Entscheidung des Kostenträgers und das konkrete Angebot.

Historischer Bearbeitungswert: Der alte Eintrag war der Kategorie „unbekannte Bearbeitungsdauer“ zugeordnet. Bewusst nennen wir daraus keine feste Lieferfrist: Bearbeitungszeit, Genehmigung und Verfügbarkeit müssen aktuell beim Leistungserbringer erfragt werden.

Kurz beantwortet

Häufige Fragen zu Elektro-Rollstuhl

Wofür wird Elektro-Rollstuhl eingesetzt?

Elektrisches Fahren und bei Bedarf mit vielen Zusatzfunktionen ausrüstbar.

Was sollte vor der Auswahl beachtet werden?

Wichtig sind Einsatzort, passende Maße, sichere Bedienung, vorhandene Fähigkeiten und die Unterstützung durch Angehörige oder Fachpersonal.

Ist Elektro-Rollstuhl per Rezept erhältlich?

Der bisherige Datensatz führt dieses Hilfsmittel als möglicherweise verordnungsfähig. Ob die Voraussetzungen im Einzelfall erfüllt sind, muss vor der Versorgung mit Arzt, Kostenträger und Fachanbieter geklärt werden.